Zuerst die vorgesehene Plattform entwickeln
Im Mittelpunkt von FABS AI stehen zunächst elektromagnetische Felder, Klang und spürbare Schwingungen. Die Erfassung von Körpersignalen und ihre Auswertung durch künstliche Intelligenz sollen helfen, individuelle Reaktionen zu untersuchen und die Anwendung innerhalb vorab festgelegter Programmgrenzen anzupassen. Diese Komponenten bilden den vorgesehenen Schwerpunkt des ersten Forschungsprototyps.
Hochfrequenz als gesonderte Perspektive
Eine zusätzliche Forschungsrichtung könnte die Untersuchung resonanter Hochfrequenzfelder sein. Eine solche Erweiterung ist bislang kein festgelegter Bestandteil des ersten Prototyps. Sie würde als eigenständige spätere Entwicklungsstufe untersucht, mit gesonderter Prüfung der technischen Machbarkeit, Sicherheit und eines möglichen medizinischen Nutzens.
Georges Lakhovsky: mehrere Frequenzen gemeinsam betrachten
Eine weitere historische Anregung liefern die Arbeiten des in Frankreich tätigen Erfinders Georges Lakhovsky. Sein Mehrwellenoszillator beschreibt ein Gerät, das mithilfe unterschiedlich großer, ineinander angeordneter offener Ringe mehrere elektromagnetische Wellenlängen erzeugt. Dahinter steht die technische Idee, verschiedene Resonanzen gemeinsam anzuregen: Leitende Strukturen reagieren je nach Aufbau auf unterschiedliche elektrische Schwingungen.
Das französische Patent FR732276A und das 1934 erteilte US-Patent US1962565A dokumentieren diesen Ansatz. Eine spätere Arbeit, US2351055A von 1944, beschreibt eine Röhrenkonstruktion zur Erzeugung beziehungsweise Übertragung mehrerer Wellenlängen und eine kompaktere Geräteausführung. Auch die jüngere Patentveröffentlichung EP2862596A1 greift Lakhovskys Mehrwellenantenne in einem Anwendungskonzept auf.
Für FABS AI lässt sich daraus eine mögliche Forschungsfrage ableiten: Wie unterscheiden sich körperliche Reaktionen bei einzelnen Frequenzen gegenüber definierten Kombinationen? Diese Frage verbindet den historischen technischen Ansatz mit der geplanten Erfassung und Auswertung individueller Körpersignale. Sie ist unsere Einordnung für eine mögliche spätere Forschung, keine bereits bestätigte Funktion oder Wirkung von FABS AI.
Historische Inspiration, eigenständige Entwicklung
FABS AI ist als eigenständige Forschungsplattform angelegt. Die vorgesehenen Kupferspulen erzeugen zeitlich veränderliche elektromagnetische Felder; Lautsprecher erzeugen Schall, und Körperschallwandler übertragen mechanische Schwingungen über die Liege. Diese unterschiedlichen Einwirkungen werden programmierbar miteinander verbunden und zusammen mit den erfassten Körpersignalen untersucht. Der mögliche Entwicklungswert liegt in ihrem abgestimmten Zusammenspiel, der Auswertung individueller Reaktionen und einer kontrollierten Anpassung unter menschlicher Aufsicht.
Dabei sind elektrische und akustische Frequenzen zu unterscheiden: Auch bei derselben Frequenzzahl ist ein elektromagnetisches Feld etwas anderes als eine Schallwelle. Die für FABS AI vorgesehenen Stimulationsformen sind deshalb nicht mit dem historischen Hochfrequenz-Multiwellenoszillator gleichzusetzen. Tesla und Lakhovsky liefern technische Anregungen; eine Nachbildung ihrer Geräte ist nicht das Entwicklungsziel.
Lakhovskys historische Vorstellungen über biologische Resonanz und therapeutische Anwendungen werden hier als Hypothesen eingeordnet. Die genannten Patentschriften ersetzen keine klinischen Nachweise. Eine Übernahme seiner Gerätebauweise ist nicht beschlossen; mögliche Erweiterungen würden gesondert auf Sicherheit, nachvollziehbare Messbarkeit und bestehende Schutzrechte geprüft.
Quellen: Mehrwellenoszillator, FR732276A ↗ · Mehrere Wellenlängen, US1962565A (1934) ↗ · Röhrenkonstruktion, US2351055A (1944) ↗ · Spätere Bezugnahme, EP2862596A1 ↗
Bestehende Patente sorgfältig einordnen
Historische Patente beschreiben bereits elektrotherapeutische Geräte mit Tesla-Spulen. Auch neuere Patentveröffentlichungen befassen sich mit Tesla-Spulen zur Zellstimulation oder mit frequenzgesteuerten Therapievorrichtungen. Diese Dokumente sind für die Recherche zum Stand der Technik relevant; sie sind für sich genommen kein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis.
Bevor eine Hochfrequenz-Erweiterung konkret entwickelt wird, ist eine vertiefte patentrechtliche Prüfung vorgesehen. Dabei sind die jeweiligen Patentansprüche, der aktuelle Schutzstatus und mögliche Schutzrechte Dritter zu untersuchen. Ob eine eigene Entwicklung patentierbar ist und ob sie ohne Verletzung fremder Schutzrechte umgesetzt werden kann, sind zwei getrennte Fragen. Die verlinkten Dokumente bilden einen Rechercheausgangspunkt und ersetzen diese Prüfung nicht.
Patentschriften zur Einordnung: Tesla: Hochfrequenzströme, US568180A (1896) ↗ · Historisches elektrotherapeutisches Gerät, US1012326A ↗ · Gerät zur Zelltherapie oder Zellstimulation, DE112020006034B4 ↗ · Frequenzgesteuerte Therapievorrichtung, WO2015007840A1 ↗